Neuer Rundweg im Begräbnisforst Thale: Bäume kennenlernen und den Wald bewusst erleben

In den Bereichen 1 und 3 des Begräbnisforsts Thale gibt es einen neuen beschilderten Rundweg. Entlang der Strecke informieren Tafeln über ausgewählte Baumarten, die an diesem Ort wachsen. Berücksichtigt wurden sowohl bereits bestehende als auch neu gepflanzte Bäume.

Auf den Schildern finden Besucher Angaben zur möglichen Wuchshöhe, zum erreichbaren Alter und zu typischen Merkmalen der jeweiligen Baumart. Der Rundweg vermittelt damit nicht nur Orientierung, sondern macht die Vielfalt des Waldes sichtbar.

Ein Rundweg durch die Bereiche 1 und 3

Der Begräbnisforst Thale ist ein Ort für naturnahe Beisetzungen und zugleich ein gewachsener Wald mit unterschiedlichen Baumarten. Wer die Bereiche 1 und 3 besucht, kann den neuen Rundweg für einen ruhigen Spaziergang nutzen und dabei mehr über die dort stehenden Bäume erfahren.

Die Informationstafeln helfen dabei, Unterschiede bewusster wahrzunehmen: Welche Baumart besitzt eine besonders markante Rinde? Welche Bäume können mehrere Jahrhunderte alt werden? Und welche seltenen Arten wachsen im Begräbnisforst?

Neben bekannten Waldbäumen wie Rotbuche, Waldkiefer und Traubeneiche werden auch weniger verbreitete Arten wie Elsbeere und Speierling vorgestellt.

Diese Baumarten werden entlang des Rundwegs vorgestellt

Rotbuche

Die Rotbuche gehört zu den prägenden Baumarten mitteleuropäischer Wälder. Sie kann etwa 30 bis 40 Meter hoch und mehrere Jahrhunderte alt werden. Kennzeichnend sind ihre glatte, graue Rinde und die dichte, geschlossene Krone. Unter ihrem Blätterdach entsteht ein geschützter Bereich mit einem ausgeglichenen Waldklima.

Elsbeere

Die Elsbeere ist deutlich seltener als viele andere heimische Laubbäume. Auffällig sind ihre ahornähnlichen Blätter und die intensive Färbung im Herbst. Sie erreicht eine Höhe von etwa 20 bis 25 Metern und kann bis zu 250 Jahre alt werden. Mit dieser Baumart wird die Vielfalt des Begräbnisforsts Thale gezielt erweitert.

Waldkiefer

Die Waldkiefer ist anpassungsfähig und kommt auch mit nährstoffärmeren Standorten zurecht. Typische Merkmale sind die immergrünen Nadeln und die rötlich-braune Borke im oberen Stammbereich. Je nach Standort kann sie 20 bis 40 Meter hoch und bis zu 400 Jahre alt werden.

Speierling

Der Speierling zählt zu den seltenen heimischen Baumarten. Er bevorzugt warme Standorte und bildet kleine Früchte, die an Äpfel oder Birnen erinnern. Sein besonders hartes Holz wurde früher vielseitig genutzt. Der Baum kann eine Höhe von rund 20 bis 25 Metern und ein Alter von mehreren Jahrhunderten erreichen.

Weißbuche

Die Weißbuche wird auch Hainbuche genannt. Trotz ihres Namens gehört sie nicht zu den Buchen, sondern zu den Birkengewächsen. Sie besitzt eine dichte Krone und zeigt im Herbst häufig eine kräftige gelbe Färbung. Mit einer möglichen Lebensdauer von 150 bis 200 Jahren steht sie für Beständigkeit und Schutz.

Vogelkirsche

Im Frühjahr ist die Vogelkirsche an ihrer weißen Blüte gut zu erkennen. Später entwickelt sie kleine Früchte, die verschiedenen Vogelarten als Nahrung dienen. Sie kann etwa 20 bis 30 Meter hoch und bis zu 150 Jahre alt werden. Als heimischer Wildbaum besitzt sie zudem einen hohen ökologischen Wert.

Esskastanie

Die Esskastanie ist ein wärmeliebender Baum mit länglichen, glänzenden Blättern und einer tief gefurchten Rinde. Ihre Früchte befinden sich in stacheligen Hüllen und sind als Maronen bekannt. Esskastanien können mehrere Jahrhunderte alt werden und breite, weit ausladende Kronen entwickeln.

Traubeneiche

Die Traubeneiche gehört zu den langlebigsten Bäumen des Rundwegs. Unter günstigen Bedingungen kann sie mehrere Hundert Jahre alt werden. Kennzeichnend sind ihr kräftiger Stamm, die breite Krone und die in Gruppen angeordneten Eicheln. Alte Eichen bieten außerdem zahlreichen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten einen Lebensraum.

Den Begräbnisforst Thale näher kennenlernen

Der neue Rundweg verbindet Wissenswertes über den Wald mit einem Besuch des Begräbnisforsts. Angehörige, Besucher und Spaziergänger können die verschiedenen Baumarten kennenlernen und gleichzeitig erfahren, wie unterschiedlich sich ein Wald im Laufe der Jahrzehnte entwickelt.

Auch für Menschen, die sich mit einer Baumbestattung in Thale oder einer Naturbestattung im Harz beschäftigen, bietet der Rundweg einen ersten Einblick in die Bereiche 1 und 3. Die Beschilderung zeigt, welche Bäume bereits vorhanden sind und welche Arten den Begräbnisforst künftig ergänzen.

Bei Fragen zum Begräbnisforst Thale, zu möglichen Grabstellen oder zum Ablauf einer Baumbestattung steht das Team von Thieß Bestattungen persönlich zur Verfügung. 

Kostenlose und unverbindliche Führungen durch den Begräbnisforst Thale finden in der Regel jeden Donnerstag um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt für den Rundgang, bei dem Sie das Konzept, Baumauswahl und Beisetzungsmöglichkeiten kennenlernen können, ist der Andachtsplatz im Wald (Abfahrt L240, zwischen Hexentanzplatz/Friedrichsbrunn und Thale).